Montag, 5. August 2013
Urlaub auf Rügen
Die ganze Familie inklusive Oma und Opa zog es vor genau zwei Wochen nach Rügen. Abgesehen von der ein oder anderen Sehenswürdigkeit ist diese Insel vor allem für die sie umgebende Ostsee bekannt.

Soweit so gut. Studentenmama ist eine absolute Wasserratte, Studentenpapa hingegen ... nun ja Studentenpapa und Wasser befinden sich im kalten Krieg. Die heimische Badewanne ausgenommen. Somit war meine größte und einzigste Sorge, dass Sohnemann nicht ins Meer möchte. Diese wurde kurz nach der Ankunft durch die Gefahr des Ertrinkens in knöcheltiefen Wasser ersetzt als 82cm Kind zielsicher auf die Ostsee zusteuerten.

Abgesehen von uns und ein paar anderen Deppen die keinen Badeshop gefunden hatten waren die meisten Eltern gelassen, denn ihre Kinder waren in Schwimmflügel, Schwimmgürtel, Schwimmgürtelbadeanzüge und Kinderschlauchbote mit Beinöffnung gehüllt. Unser Kind hingegen hatte nicht mal ein Badehose.

Wärend selbiges wie Gott ihn schuf den Salzgehalt des Wassers überprüfte griff Studentenmama beherzt ein und analysierte derweil die besten Schwimmhilfen für Nichtschwimmer.

Am Ende wurde es gar keine, denn so die Argumentationslinie, Schwimmhilfen sind für Kinder die nicht gut schwimmen können oder aber grade Schwimmen lernen. Macht Sinn, darum heißen die ja auch so und wer will schon den ganzen Tag mit Rettungsweste am Strand sitzen?



Montag, 8. Juli 2013
Willkommen auf unserer Seite
Wir sind die Studenteneltern (24(w.)/28 (m.)) und das Studentenkind (19 M.(m.)).

Selbiges mag alles was man Essen kann und alles was pink ist. Vermutet wird eine kindliche Trotzreaktion auf unseren pinkfeindlichen Haushalt. Denn Pink ist keine Farbe sondern ein Zustand, bestenfalls ein Klischee. Aber was will man machen?

Als moderne Eltern haben wir schließlich schon vor der Geburt beschlossen unser Kind in keine Rolle zwängen zu wollen (blöde Idee), es zum freien Denken zu erziehen (blöde Idee) und uns daran zu halten (blöde Idee).

Neulich waren wir im Kaufhaus um einen großen Ball zu kaufen, als Belohnung quasi weil Studentenkind so toll läuft und das andere Kind ja auch einen großen Ball hatte.

Wir betraten also das Kinderparadies, die Augen wurden mindestens so groß wie der Vorgängerball und wenige Sekunden später klebte unser Sohn an einer 1 Meter großen Sendung mit der Maus Maus (sein Lieblingskuscheltier, allerdings ist unsere nur ca. 15 cm). Eine Verbindung wie für die Ewigkeit gemacht und nur durch die Miniaturmausi zu lösen . Diese "ging" zielsicher Richtung Bälle. Doch dann geschah es, wir passierten die vermeindliche Mädchenabteilung.

Eine Pinke Blubberblasenwelt mit Puppen und im Prinzip einer kompletten Babyausstattung. Er war nicht zu halten, denn da stand sie: "Mini Maus in Form eines pinken Buggys mit neongrünen Rädern". Wärend wir mit der Schockstarre kämpften bogen Kind samt Buggy in den nächsten Gang. Wir folgten, bis zu der 1 Meter großen Mausi. Alles klar unser Kind will keinen Ball, sondern ein Rießenkuscheltier in einem dafür viel zu kleinen Buggy, was nun?

Vorsichtig schweift unser Blick auf das Preisschild, keine Chance bei zwanzig Euro können nichtmal wir glaubhaft mit "das ist viel zu teuer" kommentieren. Studentenpapa geht verzweifelt zurück zu den Kinderkinderwägen und sucht nach Alternativen. Nichts, kein blau, kein grün, kein schwarz, nur Biene Maja macht uns ein blasslila Zugeständnis.

"Schau mal die Mausi mag den viel lieber" höre ich mich sagen wärend ich vor meinem etwas verwirrt dreinschauenden Kind mit Buggy gebückt auf und ab laufe. Es klappt, er fährt ihn zur Kasse und das ganz ohne Pink. Ich bin stolz, auf uns und unser Kind und auf die Oma die ihn nur noch halb so süß fand nachdem wir ihn als Jungen outeten.